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Christian Penzhorn

CP Restaurant Christian Penzhorn

Wahrscheinlich ist es nur logisch, dass einer, der in frischer Landluft auf einem richtigen kleinen Bauernhof im mecklenburgischen Neustrelitz aufwächst, wo noch Kaninchen und Schweine geschlachtet werden, die große, weite Welt erobern will. Christian Penzhorn wollte das als Hotelfachmann tun. Und dann wurde er doch Koch. Im Nachhinein ein Glücksfall für ihn, sagt er – aber auch für alle, die innovative, kreative Küche auf der Basis bester Produkte lieben, sagen wir. Vom Bauernhof ins Schlosshotel: In jenem namens Klink an der Müritz erlernte er sein Handwerk. Von der Müritz ging’s erst nach München, dann nach Bergisch-Gladbach: Sterneküchenduft statt Landluft. Für das Düsseldorfer Restaurant Victorian und das Monkey’s West erkochte er dann selbst einen Stern. Seit mittlerweile 3 Jahren führt er sein eigenes kleines Restaurant in Ratingen-Lintorf.

Christian Penzhorn, wie sind Sie zum Kochen gekommen?

Durch einen kleinen Umweg. Mit 16 wollte ich Hotelkaufmann werden und hatte schon einen Ausbildungsvertrag, aber der ist geplatzt. Stattdessen bekam ich einen als Koch. Dazu hatte ich zunächst gar keine Lust, aber dann habe ich Blut geleckt und dachte: Jetzt aber ganz oder gar nicht, Sterneküche oder keine. Und so habe ich mich nach meiner Ausbildung im Münchener „Am Marstall“ beworben und dort auch gleich einen Job bekommen.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Geschmorte Kalbsbacke mit Kartoffelpüree. Davon kann man Unmengen verputzen und merkt erst nach einer halben Stunde, wie viel man gegessen hat.

Wo würden Sie gern mal essen gehen?

Zu René Redzepi ins Restaurant Noma in Kopenhagen, das als eines der besten der Welt gilt (zwei Michelin-Sterne, Anm. d. Red.). Und zu Grant Achatz ins Alinea in Chicago (drei Michelin-Sterne, Anm. d. Red.)

Und wo gehen Sie gern in Düsseldorf und Umgebung essen?

Ins Eigelstein im Düsseldorfer Hafen. Da esse ich ein knuspriges Röggelchen mit gutem Mett und trinke ein schönes Alt dazu.

Was machen Sie, wenn Sie nicht kochen?

Spazierengehen und DVDs gucken. Ich habe ja meist eine Sechs-Tage-Woche, da sollte es schon entspannt zugehen.

Sport?

Ich fahre mit dem Mountainbike durch den Grafenberger Wald oder am Rhein entlang bis nach Kaiserswerth und auf der anderen Seite wieder zurück.

Wer kocht bei Ihnen zu Hause?

Ich. Aber nicht viel, eigentlich so gut wie gar nicht.

Was gibt es dann?  

Gutes Brot. Das esse ich privat am liebsten. Und Unmengen Mineralwasser, das habe ich immer zu Hause.

Ihr Lieblingsbuch? 

Das Kochbuch des Küchenchefs und Inhabers vom Restaurant Alinea, Grant Achatz.

Ihr Lieblingsfilm? 

Gladiator von Ridley Scott.

Welchen Rotwein hätten Sie gern in Ihrem Keller?

Ich weiß noch was Besseres: In Oslo habe ich jetzt ein Bier probiert, das 15 Jahre im Eichenfass gereift ist: Duchesse de Bourgogne. Das ist eine Super-Ergänzung zum Menü.

Mit wem würden Sie gern in Ihrem Restaurant ein Glas Wein trinken?  

Mit Wolfgang Puck. Ein Österreicher, der in den USA die größte Nummer ist, wenn es um Küche und Gastronomie geht. Er hat dort ein Gastro-Imperium aufgebaut, das seinesgleichen sucht; er ist beispielsweise der Caterer bei der Oscar-Verleihung. Seine Erfolgsgeschichte interessiert mich.

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