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Daniel Dal-Ben

Tafelspitz 1876

“Ich bin in Düsseldorf geboren und werde wohl auch in Düsseldorf sterben”, sagt Lokalpatriot und Fortuna-Fan Daniel Dal-Ben, der sich, wenn es nicht anders geht, auch bei laufendem Restaurantbetrieb in der Küche die F95-Spiele anschaut. Und bis auf einen kurzen Ausflug nach Wiesbaden, wo er ein paar Woche bei Käfer tätig war, hat er sein Handwerk komplett in Düsseldorf erlernt – zum Beispiel als Kochlehrling im Frankenheim-Brauhaus – und weiterentwickelt: “Das einzige Sternerestaurant, in dem ich jemals gearbeitet habe, ist mein eigenes.” Seit 2002 kocht er in seinem Tafelspitz 1876 so, “wie ich halt bin”: Ein bisschen Deutsch, ein bisschen mediterran, mit wenig Schnickschnack, aber guten Produkten. Dafür gab’s 2009 zum ersten Mal einen Stern. “Kreative Küche auf klassischer Basis”, schrieb der Guide Michelin. Stimmt genau, meint Daniel Dal-Ben.

Wie sind Sie zum Kochen gekommen?

Durch ein Praktikum, ungefähr mein sechsundzwanzigstes. Ich habe alles ausprobiert, weil ich nicht wusste, was ich machen sollte. Dann landete ich im Brauereiausschank Frankenheim, und da blieb ich, weil die Stimmung bei den Jungs so toll war. Dort habe ich meine Ausbildung angefangen und sie in der Rolandsburg in Düsseldorf-Ludenberg fortgesetzt.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Königsberger Klopse. Wahrscheinlich wegen der Aromenmischung: Ein bisschen süß, ein bisschen sauer, ein bisschen salzig.

Wo würden Sie gern mal essen gehen?

Bei Joachim Wissler im Vendôme in Bensberg. Und dann würde ich mir gerne so ein Schimmelsteak reinziehen, wie sie in den USA gegessen werden. Soll eine Delikatesse sein.

Und wo gehen Sie gern in Düsseldorf und Umgebung essen?

Beim Kollegen Christoph Suhre im D’Vine, zum Beispiel.

Was machen Sie, wenn Sie nicht kochen?

Mit meinem Sohn spielen.

Sport?

Ich gehe laufen, wie alle Köche. Wir sind ja zeitlich nicht so flexibel, um regelmäßig in einem Verein aktiv zu sein oder ins Studio zu gehen. Und beim Laufen kriegt man den Kopf frei.

Wer kocht bei Ihnen zu Hause?

Meine Frau oder ich, wer gerade Zeit hat.

Was gibt es dann?

Ganz normale Hausmannskost und ab und zu ein gutes Stück Fisch. Das, was es eben so gibt, wenn man zu Hause kocht.

Ihr Lieblingsbuch?

Ich liebe die Thriller von Simon Beckett und skandinavische Krimis, zum Beispiel von Jussi Adler Olsen.

Ihr Lieblingsfilm?

Sieben von David Fincher. Und die Millenium-Trilogie-Verfilmung, die fand ich auch super.

Welchen Rotwein hätten Sie gern in Ihrem Keller?

Im Keller brauche ich keine so kostbaren Weine, aber probieren würde ich gerne mal einen ganz alten Petrus.

Mit wem würden Sie gern in Ihrem Restaurant ein Glas Wein trinken?

Mit meinem Vater, aber das geht leider nicht. Er ist zu früh gestorben. Er hat gar nicht mehr mitbekommen, dass ich mein eigenes Restaurant eröffnet habe. Und dann noch der Stern… er würde es wahrscheinlich nicht fassen können.


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