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Holger Berens

Berens am Kai

Der Mann, der aus der Kälte in die dampfende Hitze einer Küche kam: Holger Berens machte zunächst eine Ausbildung zum Metzger, bevor er dann doch in den väterlichen Betrieb einstieg, eine weitere Ausbildung zum Koch absolvierte und sich die Geheimnisse der gehobenen Küche einweisen ließ. Das war im Hotel Zur Mühle in Paderborn. Im zarten Alter von 22 Jahren heuerte er in Günter Scherrers mit einem Michelin-Stern gekrönten Victorian auf der Düsseldorfer Königstraße an, nach einem Jahr wechselte er zu Jean-Claude Bourgueil und dessen Im Schiffchen, das zu dieser Zeit seinen dritten Stern erhielt. Nur kurz zog es ihn in das Gourmet-Restaurant des Frankfurter Kempinski, bis er sich 1992 in Düsseldorf mit dem „An’ne Bell“ selbstständig machte. Seit 1998 kocht er in seinem Berens am Kai im Düsseldorfer Hafen, über dem nun auch schon lang ein Michelin-Stern strahlt.

Wie sind Sie zum Kochen gekommen?

Ich bin erblich vorbelastet. Mein Vater gehörte zu der Generation von Köchen, die die gehobene französische Küche nach Deutschland brachten.

Was ist Ihr Lieblingsgericht?

Das ist ja so, als würde man einen Modedesigner fragen, was er am liebsten anzieht. Diese Frage kann ich nicht beantworten.

Wo würden Sie gern mal essen gehen?

Mich interessieren alle neuen, innovativen Köche und natürlich die ganz Großen unserer Zunft. Ich würde gerne noch mal bei Paul Bocuse essen; mein Besuch bei ihm hat mich damals – da war ich noch ein ganz junger Mann – schwer beeindruckt.

Und wo gehen Sie gern in Düsseldorf und Umgebung essen?

Im Nagaya (Japanisches Restaurant in Düsseldorf mit einem Stern, Anm. d.Red.). Die Japaner haben uns eine ganz neue Art von Küche und Genuss gelehrt. Das ist so ganz anders, das mag ich.

Was machen Sie, wenn Sie nicht kochen?

Na ja, ich hab ja auch zwei Kinder. Und für die habe ich nur sonntags Zeit. Außerdem hänge ich dann auch einfach gern mal ab, bin faul. Muss ab und zu sein.

Sport?

Ich spiele Tennis und gehe gerne schwimmen. Eine Zeit lang habe ich es jeden Morgen geschafft, ein paar Bahnen zu ziehen. Da muss ich jetzt wieder hin.

Wer kocht bei Ihnen zu Hause? 

Meine Lebensgefährtin.

Was gibt es dort?

Salat, Kurzgebratenes, Fisch aus dem Ofen: Alles, was schnell und einfach geht.

Ihr Lieblingsbuch?

„Der Traumfänger“ von Marlo Morgan. Das ist die Geschichte einer jungen Amerikanerin, die mit den Aborigines drei Monate durch den australischen Busch wandert. Faszinierend. Dabei muss sie auch Eidechsen und Käfer essen …

Ihr Lieblingsfilm?

„Arlington Road“ von Mark Pellington. Eine wahnsinnig spannende Geschichte.

Welchen Rotwein hätten Sie gern in Ihrem Keller?

Einen 81er Château de Beaucastel, AOC Châteauneuf –du-Pape. Damit verbinde ich Erinnerungen an einen ganz besonderen Moment.

Mit wem würden Sie gern in Ihrem Restaurant ein Glas trinken?

Gute, hochklassige Weine schaffen intime Momente, die sollte man immer mit guten Freunden trinken.

 

 

 

 

 

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