Beata Heusner & Mario Braun
Parlin
Man glaubt es kaum: Die Weinbar Parlin mit französisch-deutscher Küche ist so etwas wie ein Familienbetrieb. Frontfrau Beata Heusner kennen die Düsseldorfer seit vielen Jahren unter anderem aus dem op de Eck – als Prokuristin – und dem Robert’s Bistro, wo die gelernte Hotelfachfrau viele Jahre im Service tätig war. Lebensgefährte Robert kümmert sich um die Bar. Und der noch blutjunge Neffe Mario kocht – und wie!
Wie sind Sie in die Gastronomie/zum Kochen gekommen?
Beata: Ich wollte schon während meiner Kindheit immer im Restaurant essen und im Hotel wohnen. Also habe ich eine Ausbildung zur Hotelfachfrau gemacht.
Mario: Mich hat es früh von zu Hause, das war in Norden, weggetrieben. Ich bin mit 16 nach Juist gegangen, habe dort im Hotel Pabst meine Kochausbildung gemacht und bin direkt zwei Jahre geblieben. Danach bin ich hier in Düsseldorf im Restaurant des Steigenberger Parkhotel gelandet. Und dann haben Beata und Robert das Parlin aufgemacht und mich angerufen.
Was ist Ihr Lieblingsgericht?
Beata: Das wechselt mit Saison und Jahreszeit.
Mario: Ich mag vor allem Bürgerliches, Deftiges ohne Schnickschnack.
Wo würden Sie gern mal essen gehen?
Beata: Ich würde gerne im Gasthof Pretzhof bei Sterzing in Südtirol bei Familie Mair essen. Es gibt nur das, was Garten oder Hof hergeben. Sowas gefällt mir.
Mario: Ich hab da kein großes Vorbild oder keine bestimmte Vorstellung. Ich esse gerne dort, wo es einfach und lecker ist.
Und wo gehen Sie gern in Düsseldorf und Umgebung essen?
Beata: Wenn wir frei haben, gehen wir meistens in die Bar Olio.
Mario: Im Himmel und Ähd.
Was machen Sie, wenn Sie nicht im Restaurant sind/kochen?
Beata: Das meiste hat auch dann mit dem Restaurant zu tun. Ansonsten: Schwimmen, Musik hören und ganz viel lesen. Und manchmal einfach nur unter dem Baum sitzen und nichts machen.
Mario: An meinem freien Tag bleibe ich gern bis 12 Uhr im Bett und erledige dann das, was ich den Rest der Woche nicht geschafft habe.
Sport?
Beata: So oft wie möglich schwimmen. Rennrad fahren finde ich auch toll
Mario: Bei mir geht’s mit dem Mountainbike ab in den Wald. Und demnächst lege ich mir noch ein Rennrad zu.
Wer kocht bei Ihnen zu Hause?
Beata: Robert oder ich, wir beide.
Mario: Ich, aber nur Dinge, die maximal fünf Minuten dauern.
Was gibt es dort?
Beata: Viel frisches Gemüse, Suppen und Gerichte aus meiner slowakischen Heimat, k.u.k.-Küche also. Und Sauerkraut!
Mario: Gemüse in die Pfanne, fertig.
Ihr Lieblingsbuch?
Beata: Alles von Paul Auster und Siri Hustvedt.
Mario: Mr. Nice, das ist die Autobiografie von Howard Marks, dem größten Drogendealer der 80er Jahre. Und auch sonst gerne Biografien.
Ihr Lieblingsfilm?
Beata: Die unerträgliche Leichtigkeit des Seins von Philip Kaufman. Und Abre los ojos von Alejandro Aménabar. Außerdem alles von Pedro Almodóvar.
Mario: Ich habe eine Lieblingsserie: Ein Käfig voller Helden, eine noch in Schwarzweiß gedrehte amerikanische Sitcom aus den 60er Jahren.
Welchen Rotwein hätten Sie gern in Ihrem Keller?
Beata: Große Namen finden wir nicht so wichtig, aber wir lieben gute Rieslinge und Pinot Noir, also wenn schon Namhaftes, dann lieber aus dem Burgund als aus dem Bordeaux. Wie schon mein Großvater sagte, der Bordeaux ist die brave Ehefrau, der Burgunder die aufregende Geliebte.
Mario: Ganz viele Spätlesen – alles, was süß ist.
Und mit wem möchten Sie einmal ein Glas Rotwein in Ihrem Restaurant trinken?
Beata: Mit meinem verstorbenen Vater.
Mario: Mit guten Freunden natürlich.




